CARL-SPITZWEG-GYMNASIUM
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Besuch aus China am CSG   

Diese Woche hatte das CSG Besuch aus China: Eine elfköpfige Delegation der Xiangcheng High School aus der Provinz Sezuan war bei der Suche nach einer Kontaktschule in Deutschland auf das CSG aufmerksam geworden, weil die dortigen Lehrer den Maler Carl-Spitzweg kannten. Also hatten sie vor einigen Wochen die Schulleitung angeschrieben und angefragt, ob man am CSG bereit sei, einer Delegation die Schule zu zeigen und sich über Bildungssysteme und Unterrichtsmethoden auszutauschen. Nach einigen bürokratischen und technischen Hürden – die Schule musste ein hochoffizielles Einladungsschreiben mit Logo und vorformuliertem Text schicken, dann hatte der Spamfilter die Bestätigungsmail aus China abgefangen, so dass der Besuchstermin schließlich sehr kurzfristig bekannt wurde – konnten wir am vergangenen Montag tatsächlich die fünf Lehrer und sechs Oberstufenschüler bei uns begrüßen. Unterstützt wurde die Schulleitung dabei von Jasmin und Jie, zwei CSG-Schülerinnen mit chinesischem Migrationshintergrund, die auf Anfrage von Frau Groß sofort bereit gewesen waren, die Gäste in ihrer Muttersprache willkommen zu heißen. Für den anschließenden Rundgang durch die Schule hatte Frau Groß vier Schülerinnen und Schüler aus ihrem englischen Konversationskurs angeheuert, die ihre chinesischen Altersgenossen herumführten. Die Lehrerführung übernahmen Herr Gebhard und Frau Groß. Auf ihrem Weg durch die Schule durften die Gäste einen Blick in verschiedene Fachräume und Klassenzimmer werfen, mächtig bestaunt von den deutschen Schülern. Auch eine kurze Sequenz Whiteboard-Mathematikunterricht bei Herrn Hofmann konnte man den Besuchern bieten. Der anschließende Austausch über Schulsysteme, Schulorganisation und Bildungsziele mit der Schulleitung sowie CSG-Beratungslehrer Tobias Barfuß war für beide Seiten sehr aufschlussreich. In China, erfuhren wir, umfassen die Klassen 45 bis 50 Schüler, die an sechs Tagen der Woche in die Schule gehen und bis zu 50 Wochenstunden haben. Da bleibt für Wahlkurse und Freizeitaktivitäten nicht mehr viel Zeit. Erstaunt nahmen die Gäste ihrerseits zur Kenntnis, dass in dem kleinen Deutschland 16 Länder nach einem unterschiedlichen Lehrplan unterrichten, dass die Abiturprüfung zu anderen Terminen stattfindet und die Länder zu unterschiedlichen Zeiten Ferien haben. In China, erklärte man uns, sei das Schulsystem überall gleich, und der gesellschaftliche und familiäre Druck auf die Schüler sehr hoch. Zum Abschluss der Visite tauschte man im Direktorat noch Geschenke und Visitenkarten aus, bevor die Delegation sich auf den Weg zum nächsten Programmpunkt der straff organisierten Europareise machte: Neuschwanstein.



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