CARL-SPITZWEG-GYMNASIUM
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Theateraufführung: "Die Räuber - Moorleichen"    

Sehr frei interpretierte der Oberstufenkurs Dramatisches Gestalten des Carl-Spitzweg-Gymnasiums Schillers Jugendwerk "Die Räuber". Zweimal kam in der letzten Schulwoche vor Ostern das Stück "Die Räuber - Moorleichen" in der Aula der Schule reichlich mit Applaus bedacht zur Aufführung.
Zu Anfang des Schuljahres hatten sich die Schüler damit beschäftigt, welche Beweggründe den Menschen zum Handeln antreiben. Häufig sei es die Unzufriedenheit mit der eigenen Person, der materiellen Situation oder die Gier nach Geld, Macht und Liebe. Ausgehend von den Hauptfiguren in Schillers "Räubern", den Brüdern Karl und Franz Moor, entwickelten die Schüler eine rasante in die Gegenwart versetzte Szenenfolge um diese Personen und ihre Motive.
Die etwa 30 Schauspielerinnen und Schauspieler nahmen am Ende des Abends den wohlverdienten Applaus entgegen. Petra Gewald, die Impuls gebende Leiterin des Grundkurses "Dramatisches Gestalten" bedankte sich bei allem Beteiligten, den Schülerinnen und Schülern auf und hinter der Bühne; das Technikteam des CSG hatte für die angemessene Akustik, die Beleuchtung und die musikalische Untermalung des Stückes gesorgt. Frau Gewald hob hervor, dass die Elemente des Schulleitbildes "Kooperation" und "Menschlichkeit" bei den Vorbereitungen für die Aufführungen vorbildlich umgesetzt worden seien und mehr: das Ganze habe überdies allen große Freude bereitet.

Zum Inhalt des Stückes:
Auf einer Firmenparty des Moor-Imperiums werden die Brüder Karl (Nils Grundke) und Franz von Moor (Fabian Pahnke) von geldgierigen Groupies (Marie Luise Vielhaber, Julia Merklinger, Felicitas Wala) umschwärmt. Bereits hier tritt die Verschiedenheit der miteinander konkurrierenden Brüder zu Tage. Karl, dem Liebling des Vaters (Maximilian Hiepp) gelingt alles; der Vater selbst bezeichnet den unsympathischen Franz als "seltsam" und "komisch". Wegen der Firma hatte er die Erziehung seiner Söhne nach dem Tod seiner Frau, dem Ehepaar Schmidt überlassen (Lara Bacher, Patrick Ansmann). Dem skrupellosen Franz ist der Erfolg Karls im Beruf und bei den Frauen ein Dorn im Auge. Mit Hilfe einer Intrige schafft er sich den Bruder vom Hals. Er beauftragt Journalisten eines Schmutzblattes Karl in den Dreck zu ziehen, was mit Hilfe einer fingierten Sexaffäre geschieht. Der entsetzte Vater Moor beauftragt Franz seinem Sohn Karl zu kündigen, als er von dem Skandal erfährt; dann bricht er zusammen und wird von Franz in ein Altenheim abgeschoben. Franz, der neue Firmenchef, scheint nun am Ziel seiner Wünsche zu sein: Er bezeichnet sich selbstgefällig als "reich, mächtig, und geil." Der nun mittellose Karl beginnt aus Verzweiflung zu trinken. Mit Spiegelberg (Linus Herbig-Matten), Kosinsky (Dominik Erdmann), Calibri (Florian Wörle), Eisinger (Christian Tiesmeyer) und Gisha (Florian Engel) gründet er aus Rache eine Räuberbande. Die Gangster, zeitgemäß in schwarzen Anzügen und sehr lässig auftretend, betätigen sich als Anlageberater bzw. Banker, die ihre Kunden bewusst um ihr Geld prellen. Als die Räuber kurzerhand beschließen, mit ihren geldgierigen Freundinnen (Marie Luise Vielhaber, Julia Merklinger, Felicitas Wala) Schluss zu machen, beschließen diese Anzeige gegen die jungen Männer wegen illegitimer Geschäfte zu erstatten. Der Schwindel fliegt auf. Nun wird das Finanzgebahren der Kriminellen in der Talkshow "Ganz oder gar nicht", souverän moderiert von Amelie Ganz (Amelie Ganz), angeprangert. Mittlerweile hat sich Franz Moor an die Freundin seines Bruders und Pressesprecherin seiner Firma, Amalia von Hochstädt (Tina Campigne), herangemacht, die ihn aber brüsk zurückweist. Außerdem schreibt Franz mit seiner Firma rote Zahlen und ist verzweifelt wegen dieser Krise. Karl dagegen kommt zur Besinnung, preist Freundschaft, Familie und Liebe als die wahren Werte im Leben, sucht die Begegnung mit Amalia, die keine Ahnung von seinem Aufenthaltsort gehabt hatte, und bittet sie um Verzeihung, die ihm gewährt wird. Beide beschuldigen Franz, mit seiner Inszenierung die ganze Misere ausgelöst zu haben. Nach einer temperamentvollen Auseinandersetzung zwischen den Brüdern erschießt sich Franz. Der Vorhang fällt.



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