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Fairer konsumieren am CSG   

Einen 25 kg schweren Sack fanden die Schülerinnen und Schüler des CSG am Donnerstag, dem 5. Dezember, in der zweiten Pause vor dem Pausenverkaufsstand vor, wo sie normalerweise ihre Verpflegung kaufen. Viele hielten inne, versuchten den Sack hochzuheben und schauten sich dann die Plakatwand an, auf der erklärt wurde, worum es hier eigentlich ging. 15 Stunden am Tag Schwerstarbeit leisten müssen schon Kinder im Alter von 10-12 Jahren bei der Kakaoernte, etwa in Westafrika, indem sie bis zu 30 kg schwere Säcke schleppen oder die Kakaofrüchte mit scharfen Messern öffnen müssen, von denen vor allem für die kleineren eine große Verletzungsgefahr ausgeht. Unser durchschnittlicher Schokoladenkonsum in Deutschland beträgt ca. 10 kg pro Kopf und Jahr. Aber die Kinder, die, statt in eine Schule zu gehen, so schwer auf den Kakaoplantagen arbeiten müssen, haben von dem Endprodukt meist noch nie selbst gekostet. Sie werden als billige Erntehelfer eingesetzt, um den Preis für Rohkakao möglichst niedrig zu halten.
Als einige Schüler des CSG sich diesen Zusammenhang bewusst machten, stellten sie sehr schnell die Frage, was man tun könnte, um dieser Form der Kinderarbeit einen Riegel vorzuschieben, ohne auf Schokolade zu verzichten: Die Lösung lautete: Mehr fair gehandelte Schokoriegel verzehren, auch in den Pausen. So kam die Idee auf, dass im Pausenverkauf, den am CSG Il Cielo aus Wessling übernommen hat, fairtrade-Produkte angeboten werden sollen. Familie Petrone war sofort einverstanden damit, das Sortiment entsprechend umzustellen und so kann man ab sofort am CSG während der Pausen auch Fairtrade-Snacks erwerben. Um auf diese Neuerung und die Hintergründe des fairen Handels aufmerksam zu machen, gestalteten Schüler aus der siebten Klasse mit ihrer Lehrerin Nicole Koberling Werbeplakate und dachten sich zum Auftakt des Pausenverkaufs die „Sackaktion“ aus.
Hinter dem „fairen Handel“ steht die Zielsetzung, dass die Erzeuger von Rohprodukten bzw. Fairtrade-Kooperativen einen fairen Preis für ihre Produkte erhalten, der ihre Lebenssituation durch Investitionen in Gesundheit, Bildung, Vermeidung von Kinderarbeit usw. verbessern helfen und eine nachhaltige Erzeugung ermöglichen soll.
Seit längerer Zeit ist „Fairtrade“ ein Thema am CSG, sowohl im Unterricht, als auch was Projekte einzelner Klassen und der SMV anbelangt, die seit einigen Jahren Wert darauf legt, nur fair gehandelte Nikoläuse für die Nikolausaktion am 6. Dezember und fair gehandelte Blumen für die Valentinstagsaktion im Februar zu verwenden. Im letzten Schuljahr fanden mehrfach Unterrichtsgänge zum Weltoffen-Laden in der Otto-Wagnerstraße in Germering statt, um die Schüler mit einer Möglichkeit praktisch gelebter Solidarität und dem attraktiven Sortiment des Ladens vertraut zu machen. Wie schon beim Schulfest im Sommer soll es in Kooperation mit dem Weltoffen-Laden bei besonderen Gelegenheiten immer wieder Verkäufe von fair gehandelten Produkten geben, so wie das beim Elternsprechtag Anfang Dezember der Fall war: Schüler der Klassen 7c und 9b ließen sich von Frau Bissinger, Schülermutter und selbst im Vorstand des Weltoffen-Ladens aktiv, eine kurze Einweisung geben und dann ging es los mit dem Verkaufen süßer, vorweihnachtlicher oder einfach schöner Artikel.







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