CARL-SPITZWEG-GYMNASIUM
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„Spiel ohne Grenzen“ - bunte Vielfalt internationaler Klänge beim Kammermusikabend des CSG   

Schon zu Beginn des traditionellen Kammermusikabends des CSG klang ein Grundmotiv der folgenden zwei Stunden an: die Internationalität des Programms. Cornelia Geißler (5a) eröffnete am Klavier mit einem Andantino des armenischen Komponisten Aram Khatschaturian, Teresa Balasso (5a) brachte einen Klassiker der Klavierliteratur, die Toccatina (op.27 Nr. 12) des Russen Dmitri Kabalewski, zu Gehör, ihr Bruder Francesco (7a) spielte etwas später „con emozione“ „I Giorno“ des Italieners Ludovico Einaudi; zum Abschluss der Veranstaltung interpretierte Clemens Herrmann (Q12) einfühlsam, ausdrucksstark und virtuos die Ballade in g-Moll des Polen Fredéric Chopin. Solo ans Klavier trauten sich außerdem Miriel Pohlmann (5a) mit „Wilder Ritt“ und Lara Augustin (6a) mit „Rolling Elephant“, sowie Annika Quell (6a), die auch die schwierigen rhythmischen Passagen von „Candlelight & Feel the Beat“ des Schweizer Klavierpädagogen Daniel Hellbach souverän meisterte. Einen südamerikanischen Touch gab Tobias Gläß dem Abend mit einem feinsinnig dargebotenen Solostück des Brasilianers João Pernambuco für Gitarre („Sons des Carrilhões“); Ayano Lorenz (7a) interpretierte mit großem Ausdruckswillen und technischem Können das „Largo“ und das „Allegro“ aus der Fantasie für Violine solo B-Dur des deutschen Barockmusikers Georg Philipp Telemann. Zwei Inventionen (Nr.1 und Nr.2) eines weiteren deutschen Barockkomponisten, Johann Sebastian Bachs, ertönten in ungewohnter Klangfärbung: Anton Rosenauer am Tenorsaxofon stellte einmal mit Barbara Stock (8d) und dann mit Robin Schießl (8a), jeweils am Altsaxofon, Hörgewohnheiten in Frage. Die beiden Formationen gehörten zu den zahlreichen Ensembles, die – neben den Werken internationaler Komponisten aus unterschiedlichen Zeiten und Sparten – zur musikalischen Vielfalt des Abends beitrugen. Den Reigen der Duos eröffneten sauber intonierend Rebecca Rothe (Violine, 5a) und Jakob Niekerke (Klavier, 7a) mit „The Infant Paganini“ von Eduard Mollenhauer; Fabian Biefeld (5a) wagte sich mit der Geige, schwungvoll begleitet von Musiklehrerin Johanna Dömel, an einen „Boogie“, Miyuki Marian – ebenso wie ein Violinduo, bestehend aus Sonja Brandt (10a) und Anna Kaiser, mit „El Cachorrito“ von Angel Villoldo - an einen „Tango“, ursprünglich Tänze nordamerikanischen bzw. argentinischen Ursprungs. Das Tanzbein hätte man auch bei dem rhythmisch attraktiven anspruchsvollen „Morrison’s Jig“ schwingen können, der souverän von den beiden Violinistinnen Victoria Villalba Schröder (7b) und Sophia Pfaffendorf gemeistert wurde, ebenso wie zu den ungarisch anmutenden Klängen „Czardas für fünf Violinen und Klavier“ von Vittorio Monti, mit dem die beiden jungen Künstlerinnen in einer um Sonja Brandt (10a), Anna Kaiser, Emilia Wagner und Lukas Kaiser (am Klavier) erweiterten Streicherformation die Zuhörer begeisterten. Rhythmisch punktgenau ging es auch bei der Darbietung „The artist“ des Bretonen Ludovic Bource durch die beiden artig bezopften, aber mit Temperament klöppelnden Percussionistinnen Johanna Ströer (Q11) am Marimbafon und Sabrina Sperling (8a) am Vibrafon zu. Weiter in den Norden führte das „Allegretto alla Siciliana“ und das Vivace aus dem „Kleinen Trio über englische Volkslieder op. 46a“, melodiös und empfindsam interpretiert von Ayano Lorenz (Violine, 7a), Lorenz (Violoncello, 8a) und Theresia Luidl (Klavier, 7a). Liedhaften Charakter wies auch das auf der Trompete von Paul Schlunek (5d) intonierte und Ludwig Hartmann am Klavier begleitete Traditional „Amazing Grace“ auf und natürlich „Singin‘ in the rain“, frisch und leicht gesungen von Valentin Herrmann (7e, Begleitung auf der Gitarre durch Musiklehrer Flo Pfeifer). Mit Engagement sang außerdem eine Art „Klassenchor“ aus der 7a Sarah Connors „Wie schön Du bist“. Diese Werke der „leichten Muse“ fügten sich harmonisch in ein Programm ein, in dem auch mehr oder weniger bekannte „Klassiker“ zur Aufführung kamen: Mit großer Konzentration, intonierte ein Querflötentrio, bestehend aus Alice Sorpasith, Paula Mießen und Larissa Gohl (5a), klangvoll das „Adagio sempre piano von James Hook“. Routiniert und mit einem sicheren Gefühl für Takt und Melodie spielte das Gesierich-Trio (Magdalena Violine 5a, Maria Violincello, Katharina Klavier) das Rondo aus dem Trio für Violine, Violincello und Klavier von Jacques Féréol Mazas. Musikstücke von französischen Komponisten hatten sich auch Veronika Dodell (6a), Amelie Bogner (7a) (Simon de Duc, „Allegro assai“ aus der Sonate in G-Dur), Marina Gladeck (Violincello, 10c, am Klavier begleitet von Silvia Stitzinger Q12) mit dem „Allegro moderato“ aus dem Concertino von Jean-Baptist Bréval ausgewählt, wie auch Milena Schex (Q12), die auf der Querflöte ausdrucksvoll und mit großem technischen Können Gabriel Faurés „Andante“ und „Allegro“ aus der Fantasie op. 79 interpretierte (Begleitung am Flügel: I. Westermann). Dass die Trennung von U- und E-Musik eine künstliche ist, bewiesen Cornelia Herbst (1. Violine, 7a), Sarah Siemers (2. Violine), Moritz Dunbar (Viola, 7a) und Henning Betke (Violoncello). Das Streichquartett zeigte dies mit zwei unmittelbar aufeinander folgenden Werken („Presto“ aus dem Streichquartett G-Dur op I/4) von Josef Haydn und Manfred Schmitz (Jazz Invention) mit großem Können und unter der souveränen Führung der 1. Violine. Am Ende dieses in jeder Hinsicht grenzüberschreitenden Abends wurden die Künstler mit dem verdienten und lang anhaltenden Applaus des Publikums belohnt.







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