CARL-SPITZWEG-GYMNASIUM
Aktuelles Service Schule Unterricht Schüler Schulpsychologe Elternbeirat Förderverein
Kammermusikabend am CSG   

Mit über zwei Stunden dauerte der Kammermusikabend des Carl-Spitzweg-Gymnasiums, gestaltet von beinahe 50 mitwirkenden Schülern des CSG aus allen Jahrgangsstufen und einigen Gastinterpreten in den Ensembles, lang, aber langweilig wurde es nicht. Das lag am vielfältigen Programm mit Werken von Rigaudon bis Rihanna, die dem musikalischen Fundus aus über sechs Jahrhunderten entstammten, der Konzentration der jungen Künstler und der Qualität der Darbietungen.
Selbstverständlich zeigten die diesjährigen Preisträger von „Jugend musiziert“ ihr Können. Ein Rondeau aus dem Streichquartett G-Dur KV 80 von Mozart boten Johanna Germeier, Inga Braun (als Gast), Julie Germeier (als Gast) und Linda Brückner zart hingetupft und gut eingespielt dar, nachdem Katharina Bortnik am Klavier mit dem 3.  Satz (Presto ma non troppo) aus Haydns Sonate D-Dur brilliert hatte. Dann spielte Carina Leithe zwei Fantasiestücke auf der Klarinette melodiös und schön. Makellos, souverän und musikalisch erstaunlich reif intonierte Pauline Karuga das Scherzo aus der zweiten Sonate für Violine und Klavier von Sergei Prokofieff auf der Violine,  kongenial begleitet am Klavier von Simon Degenhart.
Mit Verve und Temperament,  aber die ruhigeren Passagen mit großer Ausdrucksfähigkeit und Zartheit nehmend, interpretierte Moritz Rafeiner Sergei Rachmaninows Prelude op. 23 Nr. 5. Mit Klaviersolostücken glänzten außerdem Yvette Yunkova (Präludium C-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach), Franceso Balasso  („Fiesta“ von William Gillock), Laura Eberle (Etüde in C-Dur von Alexander Goedicke), Melina Gassenhuber (Mouve` de Menuet aus der Sonate für Klavier von Maurice Ravel) und Moritz Wolf zur Einleitung des schwungvollen Ausklangs mit dem Maple Leaf Rag von Scott Joplin, auf den das Damen- Klezmer-Ensemble (Annika Fuchs, Theresa Fürst, Annika Umland (beide Gäste), Ida Spiegel am Kontrabass und Sabrina Sperling) unter Leitung von Georg Koeppen mit „Freylekhs“ das i-Tüpfelchen setzte.  
Janet Brinz (begleitet von Clara Zaißerer am Klavier) sang das „Lob der Faulheit“ von Joseph Haydn so sorgfältig und schön, dass man den Fleiß, den das Einstudieren gekostet haben mag, getrost vergessen konnte. Mit einem ganz eigenen interessanten Timbre gestaltete die junge Julia Mündges „Stay“ von Rihanna. Mehrere Boy- und Girlgroups hatten sich jeweils zusammengetan, um ihr Können zum Besten zu geben: Tobias Muscholl interpretierte zusammen mit einem Klassenkameraden – schlagkräftig begleitet von  Valentin Löbbecke  am Schlagzeug und Sandro Gretschel am Klavier – „Das kann uns keiner nehmen“ von „Revolverheld“, während sich die Klaviercombo aus jungen Damen (Abbey Keszler, Hannah Dorner, Katharina Fürst, Sophia Jurina) um Leonie Förderreuter „Freude schöner Götterfunke“ von Beethoven ausgewählt hatte. Es würde den Rahmen sprengen, alle weiteren Ensembles und Solisten, die eine Probe ihrer Sangeskunst bzw. ihres Instrumentalspiels an Gitarre, Marimbaphon (Sabrina Sperling als neuer Stern am Percussionshimmel) und Klavier, auf Klarinette, Oboe und Querflöte auf erstaunlich hohem Niveau gaben, einzeln aufzuzählen. Auch die vielen jüngeren Schüler, die vorwiegend aus den beiden Klassen des musischen Zweigs kamen, meisterten ihre Aufregung professionell; kaum jemand verspielte sich wirklich gravierend, was zu der Hoffnung berechtigt, dass die ohnehin hohe Qualität der musikalischen Darbietungen am CSG in den nächsten Jahren noch gesteigert werden kann.  
Das Publikum dankte den Interpreten nicht nur mit lang anhaltendem und kräftigem Applaus, sondern auch mit großer und zum Teil beinahe atemloser Aufmerksamkeit über pausenlose zwei Stunden.

Monika Nickel



Impressum Über diese Seite Feedback