CARL-SPITZWEG-GYMNASIUM
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Das Tutorensystem des CSG   

Jeden September beginnt für eine Reihe von Schülern ein ganz neuer Abschnitt ihres Schullebens: Für unsere Fünftklässler ist der Besuch des Gymnasiums die erste große schulische Veränderung nach der Einschulung. Der Klassenleiter unterrichtet nur mehr einige Stunden; sie haben plötzlich viel mehr Fächer und Lehrer, sind in einem anderen Schulhaus, sie treffen auf viele neue (teils auch schon wesentlich ältere) Mitschüler. Um unseren „Kleinen“ den Einstieg in die neue Umgebung zu erleichtern, haben wir unsere Tutoren. Für jede Klasse der 5. und 6. Jahrgangsstufe ist eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern „zuständig“. Zu Beginn des Schuljahres schon gibt es für die 5. Klassen eine „Schulhausrallye“. Im Laufe des Schuljahres folgen gemeinsame Unternehmungen wie z.B. Beteiligung der Tutoren am Wandertag, Besuch der Tutorenklasse im Schullandheim, gemeinsames Spielen und Basteln, Kegeln, Eislaufen, Filmbesuche und auch eigene Tutorenpartys.
Ein Highlight der Tutorenarbeit ist die Vorbereitung und Organisation der CSG-Awards. Die 5. Und 6. Klassen bereiten mit ihren Tutoren ein Musikstück, einen Tanz oder eine andere Aufführung vor. Auch manche der 7. Klassen beteiligen sich noch an dem Wettbewerb. Eine Jury aus Lehrern und Oberstufenschülern vergibt in mehreren Kategorien Preise, die anwesenden Schüler vergeben zusätzlich einen Publikumspreis. Manchmal treten die Sieger bei anderen Schulveranstaltungen noch einmal auf. Seit einigen Jahren ist es schon Brauch, dass die Tutoren am Nikolaustag unterwegs sind und kleine Geschenke in den Klassen verteilen. Am Ende des Schuljahres treten die 5. und 6. Klassen dann zum Fußballturnier an, bei dem am Schluss die Siegermannschaft der 5. Klassen gegen die der 6. Klassen spielt. Tradition hat inzwischen schon unser Tutorenseminar unter der Leitung des Kreisjugendring FFB. Diese Veranstaltung war in den vergangenen Jahren immer ein voller Erfolg, was sowohl auf die ausgezeichnete Leitung als auch auf das hohe Engagement der Teilnehmer zurückzuführen war. Die Veranstaltung soll die Jugendlichen in die Rechte und Pflichten eines Tutors einführen, sie über die rechtliche Situation bei Veranstaltungen aufklären und Anregungen und Hilfestellungen zur Planung von Aktivitäten in diesem Schuljahr bieten. Bei der Veranstaltung „Let´s Play“ lernen die Tutoren dann unter gleicher Leitung verschiedene Gruppenspiele und das ist wirklich für alle Beteiligten ein „Heidenspaß“.
In den vergangenen Jahren gab es keinerlei Nachwuchsproblem und erfreulicherweise konnte sich eine ganze Reihe von Schülern so für die Tutorentätigkeit begeistern, dass sie gleich mehrere Jahre dabei blieben und das, obwohl es doch eine Menge Freizeit kostet und es eine ziemlich schwierige, verantwortungsvolle und manchmal auch ganz schön nervenaufreibende Tätigkeit ist eine „Horde“ von Fünft- oder Sechstklässler zu begeistern und nicht zuletzt auch in Zaum zu halten. Manche Tutoren haben dabei Glück, eine pflegeleichte Klasse zu betreuen, andere haben mehr zu kämpfen und oft wird es dann doch oder gerade eine sehr gute Erfahrung. Ich möchte mich bei allen Tutoren für ihren Einsatz bedanken. An dieser Stelle auch gleich ein Dankeschön an das Technikteam, das immer wesentlich zum Gelingen der Partys beiträgt und auch bei anderen Veranstaltungen wie den CSG-Awards oder dem Fußballturnier immer mitwirkt.
Natürlich bringen Unternehmungen oft auch Unterrichtsstörungen, brauchen Unterrichtszeit. Ich möchte mich hier bei allen Kollegen bedanken, die das Tutorensystem mittragen und immer wieder Verständnis zeigen. So mancher Kollege hat schon gestöhnt, wenn immer wieder mal zu Stundenbeginn einige Schüler „dringend“ zu ihrer „Tutti-Klasse“ wollen, um eine neue Aktion zu vereinbaren. (Und mancher Tutor beeilt sich dabei gar nicht, weil es ja auch vorteilhaft sein kann, wenn er erst ein wenig später zum Unterricht kommt ...) Aber für die gute Sache nimmt man dies dann doch meist in Kauf. Schließlich geht es ja darum, dass sich unsere „Kleinen“ wohl fühlen in unserem „Schulbetrieb“, und gerade durch viele dieser außerunterrichtlichen Aktivitäten kann die Identifikation der neuen Schüler mit ihrer Schule gefördert werden.

Ursula Dirr



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