CARL-SPITZWEG-GYMNASIUM
Aktuelles Service Schule Unterricht Schüler Schulpsychologe Elternbeirat Förderverein
In dulci jubilo - die Weihnachtskonzerte des CSG   

Die zweite Zeile des traditionell am Ende des Weihnachtskonzertes des Carl-Spitzwegs-Gymnasiums in der voll besetzten Don-Bosco-Kirche gemeinsam von Musikern und Publikum gesungenen Weihnachtslieds „In dulci jubilo“, „nun singet und seid froh“, taugte nicht nur als Leitmotiv für das gesamte jeweils zweistündige Konzert am Montag und Dienstag der letzten Adventswoche: Der zweisprachige, da lateinisch-deutsch „gemischte“ Text des Liedes aus dem 15. Jahrhundert stand auch für die sprachlich-klangliche Vielfalt des bunt gemischten Programms. - Zu Anfang des Konzerts sorgten das Saxofonensemble und der Chor der Klasse 6a nacheinander mit „Frosty the snow man“ von Jack Rollins und Steve Nelson mit Gesang und einer rhythmisch-perfekten Boomwhacker-Einlage für einen musikalischen Weckruf, der nicht nur den Schneemann lebendig werden ließ, sondern auch die Ohren des Publikums für Melodien und Texte öffnete. Die Mitglieder des Unterstufenchors mit seinen zahlreichen Solisten führten dann den Zuhörern mit der Darbietung moderner, von Kirby Shaw arrangierter bzw. komponierter Weihnachtslieder, wie „Calypso Carol“ und „Jamaica Noel“, sowie Leonhard Cohens „Halleluja“ vor Augen, dass Ihnen das Singen sichtlich Spaß machte. Für ein eher besinnlich stimmendes Interludium in warmen alpenländisch anmutenden Saitenklängen sorgte dann das Hackbretttrio mit zwei adventlichen Volksweisen. „Ruhe“ und „Ausdruck“ spielten auch bei dem akustischen Nachzeichnen von „Arielles Wellenreise“ durch das Unterstufenorchester eine große Rolle. Unruhiger, aber rhythmisch sehr ansprechend, gab daraufhin die Schulband mit ihrem Gesangssolisten Valentin Herrmann mit Alice Mertons und Nicolas Rebschers „No roots“ einen Song zum Besten, in dem das moderne Nomadendasein thematisiert wird. Auch mit John Rzezniks „Iris“, dargeboten in bewährt reifer solistischer Gesangsleistung vom Duo Benita Karbaum und Dominick Mündges, arrangiert von Johanna Ströer, begleitet vom Streicherensemble des Orchesters, Gitarristen (Tobias Gläß, Hannes Völkening) und dem E-Bassisten Dogukan Karakaya, demonstrierten Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler, dass sie nicht nur Stücke des klassischen Repertoires beherrschen, sondern musikalisch auf der Höhe der Zeit sind. Mit dem melodiösen modernen Klassiker „Cinema Paradiso“ von Andrea und Ennio Morricone entführte das Saxofonquartett in emotional aufgeladene cineastische Traumuniversen, während das Marimba und African Perkussionsensemble mit seiner Solistin Johanna Ströer mit Matthias Schmitts Ghanaia eher rhythmisch dominierte Assoziationen an die Weiten exotischer Welten hervorrief. Zu einer instrumentalen Zeitreise in Renaissance-und Barock mit einem Tanz von Tielman Susato (1510/15-ca. 1570) und einem Menuett von Georg Friedrich Händel (1685-1759) luden Dominick Gläß, Scott Gugisch, Marius Lambacher/Sophie Ohlen mit der Oboe und Sabrina Sperling an der Schellentrommel ein. Ein kleines, aber feines aus 13 Schülerinnen bestehendes Vokalensemble intonierte dann Beethovens „Hymne an die Nacht“ ebenso filigran und konzentriert wie Stings „An Englishman in New York“ und Mariah Careys „All I want for Christmas is you“. Für einen echten Höhepunkt des Weihnachtskonzerts sorgten dann das Instrumentalensemble mit Francesco Manfredinis zweitem Satz aus dem Concerto grosso op. 3/12 (Weihnachtskonzert) und speziell das Orchester mit dem vierten Satz aus der ersten Symphonie von Johannes Brahms, das vor allem beim hymnusartigen Hauptthema zu einem warmen harmonisch-runden Brahmsklang fand. Für den schwungvoll-munteren Ausklang des Konzertabends stand dann - nach einer perfekt organisierten kurzen Umbau- und Umgruppierungsphase - einmal mehr die Big Band des CSG bereit. Nicht nur mit Rock- („Let it go“), Disco- (We are family“) und Shuffle-Stücken, sondern natürlich auch mit einem „Christmas North Pole Rock“ „Hark those Herald Angels Rock“ von Paul Clark setze die Formation einen eindrucksvollen akustischen Schlusspunkt. Vor dem gemeinsamen Schlusschoral wies Religionslehrer und Pfarrer Hellmuth Rupprecht auf die spirituelle Dimension dieses musikalischen Abends hin, der in seiner Vielfalt vermocht habe, Zuhörern und Musikanten Ermutigung und Trost zu spenden sowie in ihnen Dankbarkeit und weihnachtliche Freude zu wecken.

Monika Nickel






Impressum Über diese Seite Feedback