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NATALE IN ITALIA: IL PANETTONE

Es war einmal… ein Küchenjunge. Er hieß Toni und diente in Mailand am Hofe des italienischen Herzogs Ludovico Sforza, der wegen seiner dunklen Haar- und Hautfarbe auch “il Moro”, “der Dunkle”, genannt wurde. Viel ist nicht von Toni überliefert. Bescheiden soll er gewesen sein, sicher auch klug, fleißig und talentiert. Immerhin so talentiert, dass er eines Tages seinen Küchenchef zu retten wusste.

Das Unglück geschah ausgerechnet an Weihnachten. Der Chef patzte, und zwar gewaltig! Er hatte ein fürstliches Bankett zu organisieren, alle Adligen der Gegend waren geladen, in der Küche herrschte große Aufregung. Überall wurde geschnippelt und gerührt, gekocht und gebraten, und alles ging gut – bis der Küchenchef feststellte, dass er die Süßspeise im Ofen vergessen hatte. Der Höhepunkt des prunkvollen Mahls: verbrannt!

Es war eine Katastrophe, Toni hatte seinen Chef nie so verzweifelt gesehen. Also nahm der Küchenjunge all seinen Mut zusammen und sagte, er habe aus übrig gebliebenen Zutaten wie Mehl, Butter, Zucker und Eiern, kandierten Früchten und Rosinen einen Kuchen gebacken. Der Chef könne ihn nehmen, wenn er nichts anderes habe. Da dieser keine Wahl hatte, servierte er ihn der adligen Gesellschaft und stand zitternd hinter dem Vorhang, um die Reaktion der Gäste zu beobachten. Die aber waren – entzückt. Als der Herzog nach dem Namen des Gebäcks fragte, verriet ihm der Küchenchef sein Geheimnis und sagte, es sei das Brot des Toni, “pan del Toni”. Daraus wurde mit der Zeit der “Panettone”.

So erzählt man sich es. Das Ganze soll sich vor etwa 500 Jahren abgespielt haben. Wahr daran ist – so gut wie nichts.

Sonja Helms STERN, 22.12.2017

Ein Rezept zum Nachbacken findet ihr hier: https://www.gustini.de/blog/rezept-italien/panettone-rezept-original-wie-in-italien/

 

Lösung zu Türchen 1: Die Oberstufenfahrt ging nach Frankfurt.