Bild von Florian Neumann

Der letzten Vorweihnachtswoche musikalisch Lichter aufzusetzen, gehört zu den Traditionen des CSG. Auch in diesem Jahr sorgte eine Vielzahl junger Musikerinnen und Musiker zur Freude des zahlreich erschienenen Publikums in der wie immer bis auf den letzten Platz und darüber hinaus belegten Stadtkirche Don Bosco (Germering) für ein facettenreiches akustisches Glitzern und Glänzen. Ein Strahlen in so manche Zuhörer-Augen zauberte schon das den musikalischen Reigen grandios eröffnende Saxofonensemble mit dem ausdrucksvollen und raumfüllenden Statement „What a wonderful world“ von George Davids und Bob Thiele, mit dem der große Satchmo, Louis Armstrong, in politisch schwierigen Zeiten einen optimistischen Gegenakzent setzen wollte. Um Erneuerung und Veränderung geht es auch in dem modernen Weihnachtslied „Mary, did you know?“, frisch und natürlich gesungen von den zahlreichen Mitgliedern des Unterstufenchors, der aus der Sparte modernerer Weihnachtssongs  gleich noch Mariah Caryes „All I want for christmas is you“ zum Besten gab. Dass auch Traditionelles in originellem Arrangement neu und interessant klingen kann, zeigten die Klasse 6a mit dem gleichermaßen exakt und mitreißend dargebotenen englischen Traditional „The Wassail song“ sowie das seine Vielseitigkeit auch vokal unter Beweis stellende Unterstufenorchester mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ des Hofkapellmeisters Michael Praetorius. An höfische Fanfarenklänge, die auch der musikalischen Markierung der zu Weihnachten erwarteten Ankunft Christi dienen konnten, erinnerten zwei durch das Oboentrio schön intonierte Märsche (der „Marsch“ des Wiener Hofkapellmeisters Johann Joseph Fux und der „Mars van de Prins von Oranje“). Mit Weihnachten verbundene Träume von anderen und besseren Welten beschworen die Schulband („Over the rainbow“) herauf und – ein wenig exotischer – das Saxofonquartett, das die Traumlinien eines argentinischen Tangos von Astor Piazolla („Oblivion“) nachzeichnete. Lateinamerikanisch rhythmisch, gewohntermaßen präzise wie ein Uhrwerk und doch der Jahreszeit angemessen gelassen ließ das Perkussionsensemble, zur Freude des Publikums die Honigklänge (Xylophon und Marimbaphon) „Havanas“ von Camila Cabello pointiert abtropfen. Konzentriert und beinahe ernsthaft ging es danach bei der musikalisch anspruchsvollen und melodischen Darbietung („The Rose“, „Let my light shine bright“, „City of stars“) des mittlerweile auf etwa 30 Sängerinnen und Sänger angewachsenen Vokalensembles zu, das mit seinem rotschwarzen Outfit auch auf die Augen der Zuhörer eine wohltuende Wirkung ausübte. Respektabel interpretierte das Streichorchester, unterstützt von zahlreichen Bläsern, die „Fantasia on Greensleeves“ von Ralph Vaughan Williams und das Allegretto (3. Satz) aus Johannes Brahms‘ 2. Symphonie, bevor es in das temperamentvolle Finale mit vier swingenden Stücken der Bigband ging („Big Spender“, Beyond the sea“, Time after time“, Horns & Rhythm =Swing“), durch die sich eine vorweihnachtliche Fröhlichkeit im Kirchenraum verbreitete, die in den gemeinsamen durch Orgelbegleitung (stellvertetende Direktorin Sylvia Vitz) unterstützten Gesang des Weihnachtslieds „In dulci jubilo“ einmündete.

 

Monika Nickel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Programm WK 2018 final