Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des naturwissenschaftlichen Zweigs besuchten im Rahmen des MathematikInformatikNaturwissenschaftenTechnik –Tages das Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen. S

eit über dreieinhalb Jahrzehnten werden hier Raumfahrzeuge gesteuert und überwacht, Missionen ins All geplant und die Kommunikation zwischen Raumfahrzeugen, Bodenstationen und anderen Kontrollzentren gewährleistet.

Bei einer Führung durch das Raumfahrtkontrollzentrum konnten die Jugendlichen einen Einblick in die gigantischen Steuerungs- und Überwachungsanlagen von Raumschiffen und Satelliten gewinnen. Über riesige Leinwände konnte man Live-Bilder von der Internationalen Raumstation, kurz ISS, bestaunen und den getakteten Alltag der ISS-Astronauten über Schlafen, Frühstücken, Essen und verschiedenen Aktionen nachvollziehen. Voller Stolz wurde den Schülern berichtet, dass der im DLR entwickelte High-Tech-Bohrer HP3 nur wenige Tage zuvor zum ersten Mal erfolgreich in Betrieb genommen werden konnte. Durch Messungen im Marsboden hoffen die Wissenschaftler nun auf Erkenntnisse über die Entwicklung des Mars – eine historische Mission für die Weltraum-Forschung. Und vielleicht, wer weiß, können sie in den Tiefen des Gesteins und den darunter lagernden Wasserquellen eine Form von außerirdischem Leben entdecken.

Ein Teil der Gruppe diskutierte im Anschluss mit dem Abteilungsleiter des DLR, Prof. Dr. Uwe-Carsten Fiebig, über das aktuelle Projekt seiner Arbeitsgruppe: die Marsoberfläche mit Schwarmrobotern zu kartieren. In naher Zukunft sollen diese sogar in der Lage sein, Gase zu identifizieren und deren Quellen zu ermitteln.

Der zweite Teil der Schülergruppe durfte unter Leitung von Dr. Ing. Hulin noch das Institut für Robotik und Mechatronik besuchen. Der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von robotischen und mechatronischen Systemen, die es den Menschen ermöglichen, wirkungsvoller, effektiver und sicherer mit der Umwelt zu interagieren. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler den Roboter „Justin“ kennen, der durch Sprachsteuerung und menschenähnliche Bewegungen großen Eindruck hinterließ. Die ausgefeilten und entwickelten Roboter sollen später in Umgebungen wirken, die für Menschen unzugänglich oder gefährlich sind, den Menschen aber auch während der Arbeit und im alltäglichen Leben unterstützen und entlasten.

 

Tina Fabig und Vanessa Schmitz für die Fachschaft Biologie und Chemie

 

Foto:

  • Schüler-Gruppe vor Columbus Modul
  • ISS-Modell
  • Schüler-Gruppe mit DLR-Roboter
  • DLR-Roboter