Seit Beginn des Schuljahres 2015/16 gehört das CSG zu dem größten Schulnetzwerk in Deutschland, dem mehr als 2.400 Schulen angehören (Stand: Juni 2017), die von über einer Million SchülerInnen besucht werden. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC) definiert sich auf der eigenen Homepage als „ein Projekt von und für SchülerInnen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Wir wenden uns gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit. Wir beschäftigen uns deshalb gleichermaßen mit Diskriminierungen aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung.“ (http://www.schule-ohne-rassismus.org/wer-wir-sind/). Förderung von Zivilcourage ist ein Hauptanliegen, das auch der Schülerarbeitsgruppe, die es seit 2015 am CSG gibt, sehr am Herzen liegt.

Jede Schule muss auch einen Paten für ihr Projekt vorweisen und das CSG konnte Dank Herrn Teuchner den ehemaligen deutschen Triathleten und mehrfachen Ironman-Sieger Faris Al-Sultan für sich gewinnen. Faris Al-Sultan, dessen Vater 1958 aus dem Irak nach Deutschland kam,  betonte bei der Einweihungsfeier vor der versammelten Schulgemeinschaft, dass alle Schüler ausnahmslos gleich sind, egal, welche Voraussetzungen sie mitbringen. Seine Unterstützung für das CSG als „Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage“ begründet er mit folgender Aussage:

 

„Ich unterstütze Schule ohne Rassismus, weil die Liebe zu dem Land, in dem man lebt, weder von der Religion noch von der Hautfarbe noch von der Tatsache, dass Eltern oder man selbst in einem anderen Land geboren ist, abhängt, sondern davon, ob man sich sicher, heimisch und akzeptiert fühlt.“ (Faris Al-Sultan)

 

Wie wollen wir im einem Land der Vielfalt zusammen leben? Diese Frage beschäftigt seither eine Gruppe von SchülerInnen, die sich im Rahmen des Arbeitskreises SOR-SMC regelmäßig treffen und Projekte planen, die informieren sollen und Formen der Zivilcourage erproben wollen. Seither fanden mehrere Aktionen statt, so z.B. eine Podiumsdiskussion zum Thema Rechtsextremismus in Deutschland mit dem Neonazi-Aussteiger Felix Beneckenstein. Insbesondere die allseits diskutierte Flüchtlingsthematik hat die SchülerInnen seither beschäftigt und es lag ihnen sehr am Herzen, hier nicht nur zuzusehen sondern aktiv zu werden. Daraus hat sich seit Frühjahr 2016 ein stetiges Engagement für die in Germering lebenden Flüchtlinge entwickelt in Kooperation mit dem Helferkreis Germering. Seit Herbst 2016 besuchen SchülerInnen jede Woche die Unterkunft in der Industriestraße und begleiten die dort untergebrachten Kinder und Jugendlichen, spielen mit ihnen, fördern sie im Rahmen der Hausaufgaben- und Lernförderung und denken sich immer wieder neue gemeinsame Aktionen mit den dort lebenden Kindern aus.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ lebt von dem Engagement der Schüler. Hier können alle kreativ werden und ihre Ideen einbringen. Der Schülerarbeitskreis freut sich auf alle, die ein respektvolles Miteinander in Vielfalt an unserer Schule mitgestalten wollen.

 

Anne Halfmann