Motivationstrainerin und Coach Kira Liebmann von der Akademie für Lernpädagogik informierte in der Aula des Carl-Spitzweg-Gymnasiums die Q11 und die Q12 – gerade noch rechtzeitig vor der Lernendphase für das Abitur - über Lerntechniken, Konzentration und Motivation.
Zunächst ging es um die Lernwege, wie Beobachten, Lesen, Üben, Zuhören, das Überwinden von Scheitern, Ausprobieren, Nachdenken, Machen. Dann sollten die Schüler testen, welchem von vier Lerntypen - dem auditiven, visuellen, motorischen oder kommunikativen Typ,-sie am ehesten zuzuordnen seien, um gleich entsprechende Lerntipps umsetzen zu können: Unabhängig von diesen Lerntypen gelte aber auch: Je mehr Sinne angesprochen würden, desto größer sei der Lerneffekt.
Ein Tipp für alle bestand darin, dass man das Lernen sinnvoll strukturieren und Pausen einplanen solle: Denn es sei besser gut organisiert statt lange zu lernen. Um das Lernen effektiv gestalten zu können, müsse man wissen, dass jeder eine individuelle Leistungskurve der Lernzeiten am Tag habe und die Konzentrationsfähigkeit in der Regel zeitlich begrenzt sei. Deshalb sei es zweckmäßig, ganz konzentriert und ohne Ablenkung in Intervallen zu lernen, die dem doppelten Lebensalter in Minuten entsprächen und dazwischen Pausen (ca. 5 Minuten) zu machen und nach dem Lernen nicht gleich auf das Handy zu schauen (30 Minuten Abstand!), denn sonst würde vieles gleich wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis gelöscht. Die Erstellung eines genauen Lernplans helfe mit, diszipliniert zu bleiben. Das Anpacken schwieriger Aufgaben bringe mehr, als diese aufzuschieben. Wichtig sei es auch, den gelernten Stoff immer wieder zu rekapitulieren, um ihn fest im Gehirn zu verankern, nach einer Stunde, nach einem Tag, nach einer Woche, nach einem Monat, jeweils für ein bis drei Minuten.
Dann wurden bestimmte Merktechniken erläutert, die vor allem auf der Verknüpfung des Stoffes mit Bekanntem beruhen. Außerdem ging Frau Liebmann auf die Bedeutung der Selbstmotivation und erreichbarer Ziele ein. Man könne alles schaffen, was man sich vornehme, ermunterte sie ihr Publikum vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebensgeschichte.
In einem Elternvortag zum Thema „Lernern macht glücklich“ wurden am Abend darauf, dann auch noch die Eltern gecoacht, um sie zu befähigen, kreative Impulse zum selbstständigen Lernen an ihre Kinder weiterzugeben.