Bild von Marinella Moosmüller

Schon eine Woche vor Weihnachten wurden die Zuhörer der adventlichen Konzerte des CSG in der Don-Bosco-Kirche in Germering von den vielen stimmungsvoll musizierenden Schüler*innen sowie Lehrern des CSG mit Melodien und Rhythmen beschenkt, die ein vorweihnachtliches Innehalten, Sich-Besinnen, aber auch ein swingendes Mitgehen, Mitsingen und ein Sich-Vorfreuen ermöglichten.

Das auf eine beeindruckende Größe angewachsene Saxofonensemble sorgte zu Beginn des Konzerts mit den warmen satten Wohlklängen von Joe Zawinuls ruhig swingender Jazzkomposition „Mercy, Mercy, Mercy“ für einen beruhigenden Gegenakzent zu der vorweihnachtlichen Betriebsamkeit. Eine vergleichbare Wirkung entfalteten auch die beiden durch die von Glockenspiel und Flötenklang begleitete musische Klasse 6a und von gemischtem Chor und Kammerorchester dargebotenen englischen Wiegenlieder (jeweils: „Christmas Lullaby“). Eine winterlich-verträumte Stimmung erzeugten „Die „Chorillaz“ (Chorsänger*innen der Klassen 5-8), mit dem von einem Cellosolo eingeleiteten Song Andy Becks, „Winter moon“, um gleich darauf mit augenscheinlichem Spaß an der Sache und rhythmisch passendem Ganzkörpereinsatz (Tanzschritte und Klatschen) zur Freude des heftig applaudierenden Publikums „Ain’t nobody“ von Rufus und Chaka Khan zum Besten zu geben. Eines der klassischen deutschsprachigen Weihnachtslieder hatte sich das Juniororchester mit „Es ist ein Ros entsprungen“ vorgenommen, das nach dem schlichten Chorsatz des frühbarocken Komponisten Michael Prätorius in drei Varianten, instrumental, a capella und solistisch zur Aufführung gebracht wurde. Ein englisches Traditional hatte die musischen Klasse 8a einstudiert:  Den wiegenden Dreivierteltakt von „We three Kings“ betonend, wurde den Zuhörern die Wanderungsbewegung der Heiligen Drei Könige zur Krippe hin musikalisch  vor Augen geführt, ähnlich, wie das schreitende Vorwärtsgehen auf der „Champs Elysées“ durch das souverän intonierende Saxofonquintett. Vorbereitet wurde diese auditive Imitation eleganten Pariser Schlenderns durch zwei kurze Intermezzi des Oboentrios, einem „Rondeau“ des Franzosen Jean Baptist Lully und einem tänzerisch bewegten „Passpied“ Georg Philipp Telemanns. Einen akustischen Kontrapunkt zu den traditionellen Stücken hatte zuvor die Schulband (Gesang: Emilia Muderlak und Athina Becker) mit den Songs „Sorry“ von Nothing but Thieves und Steve Wonders „Isn’t she lovely“ gesetzt. Perkussionsensemble, Orchester und Chor kehrten dann kurzfristig wieder zum klassischen Weihnachtsprogramm zurück: Die Schlagzeugformation ließ souverän die Trommelschlägel beim „Dance of the sugar drum fairies“ (eigentlich: „Dance oft he sugar plum fairy“) tanzen. Nach einem vokalen Zwischenspiel des Gemischten Chores mit beeindruckend frischen Männerstimmen und einer feinen Harfenbegleitung (Bettine Kuffer) bei John Rutters Angels‘ Carol glänzte das Orchester mit dem Blumenwalzer aus der Nussknackersuite (Op. 71a) Pjotr Iljitsch Tschaikowskis, um dann - beschwingt eingespielt –  das Finale aus der Vierten Symphonie Robert Schumanns gut geführt, sehr sicher intonierend sowie die fröhliche Dynamik des Satzes schön ausmodulierend wiederzugeben. Danach setzte die Bigband – wie üblich - einen markanten Schlusspunkt. Sie entfachte, beginnend mit dem traditionellen Gospel „Go tell it on the mountain“, ein wahres Klangfeuerwerk am Ende des Konzertes. Besonders mit der homogen und mitreißend gestalteten Melodieführung bei dem Funkstück „Fantasy“ von Earth, Wind and Fire gelang der Formation unter der Leitung von Ludwig Hartmann Herausragendes, ebenso bei dem Shuffle Swing--Song Ray Charles‘ „Halleluja, I love him so“; das schöne Timbre der Solosängerin Julia Mündges kam hier trotz der lebhaft und kräftig aufspielenden Bläser zur Geltung. Mit „Oye como va“ von Tito Puente beendete die Bigband ihre umjubelte Darbietung. Begleitet von der stellvertretenden Direktorin des CSG an der Orgel hatte nun auch das Publikum Gelegenheit, mit dem Singen des Weihnachtsliedes „In dulci jubilo“ der weihnachtlichen Vorfreude Ausdruck zu geben.

Der Kirchengemeinde Don Bosco gebührt ein herzliches Dankeschön dafür, dass sie dem CSG für seine gut besuchten und beliebten Weihnachtskonzerte Jahr für Jahr im wahrsten Sinne des Wortes „Raum gibt“.